Reisebericht

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Liebe Fr. Schumacher, glücklich und dankbar erzählen wir Ihnen von unserer zweiwöchigen Seychellen-Reise im November/Dezember 2010. Unser Urlaub begann auf der geruhsamen Insel Praslin, die zugleich Ausgangspunkt vieler Erlebnisse war. Atemberaubend der „Anse Lazio“ an der Nordküste Pralins: Pudrig-weißer Sand, türkisblaue Wellenbrecher ergießen sich in schäumender Brandung, rotbraune Felsen umschließen seitlich die Bucht, darüber exotisch grüne Fülle und tiefe Palmen bis zum Strand. Wir fanden ein gepflegtes Hotel „La Reserve“ vor mit großzügigen, komfortablen Zimmern, eine liebevoll angelegte Poollandschaft und ein kleiner (heraus-)geputzter Strand, der leider nur bei Flut gut zum Schwimmen geeignet war. Wir konnten jedoch zur benachbarten „Côted`Or ausweichen, wo nur fünf Gehminuten entfernt ein paradiesischer Badestrand auf uns wartete. Das Dinner war schmackhaft, das Frühstück vor allem an die Liebhaber der englischen Küche gerichtet (toast und sausages). Außerdem gab es leckere Crêpes und eine reiche Auswahl an exotischen Früchten. Dank einem hoteleigenen Ausflugsboot kamen wir in den Genuß von „snorkelling“, einem strahlenden Sonnenuntergang und einem imposanten Tagesausflug nach La Digue. Die Insel wurde mit dem Fahrrad erkundet und versetzte uns in eine Welt, die urzeitlich anmutete. Wir wären nicht erstaunt gewesen, wenn hinter einem der mächtigen, grauen Granitfelsen ein kleiner Dinosaurier hervorgelugt hätte. Stattdessen sahen wir Riesenschildkröten mit ihren putzig kleinen Babies, und nur meine Tierliebe hielt mich davon ab eine (kleine) mitzunehmen. Der Strand „Anse Source d´Argent“ (bekannt aus der Bacardi-Werbung) war wirklich traumhaft schön und wir saßen einfach nur so da und ließen uns von dem grandiosen Anblick verzaubern. Gern erinnern wir uns an „Francis“, der Hotelführer durch das „Vallée de Mai“, der es mit viel Witz verstand, uns in die Geheimnisse der Palmenwelt (speziell Coco de Mer) einzuweihen. Unser kurzer Ausflug zur „Black Pearl“ Perlenzucht in der Nähe des Flughafens verlief etwas enttäuschend, da die Perlen eher klein, dafür aber teuer waren (mind. 800 Euro für ein Kollier). Wir verbanden die Fahrt mit einer Besichtigung des „Anse Georgette“ im Nordwesten Praslins. Es war ein wenig umständlich und schweißtreibend, denn wir mussten eine zwanzigminütige Auf- und Abwanderung durch das hügelige „Constance Lémuria Resort“ in Kauf nehmen (nach Voranmeldung!). Der Fußmarsch vom Flughafen aus dorthin war länger als gedacht, und wir sind dem Fahrer des schrottreifen Linienbusses heute noch dankbar, daß er unplanmäßig angehalten hat, um uns ein Stück mitzunehmen. Sowohl der „Anse Georgette“ als auch der Hotelstrand des „Lémuria Resort“ boten ein reizvolles Bild, wirkten jedoch durch die aufgewühlte See etwas rauer als die liebliche „Côte d`Or“ an der Ostküste der Insel. Unsere zweite Woche verbrachten wir auf Mahé im „Constance Ephelia Resort“, eine sehr moderne, sehr große und etwas unpersönliche Hotelanlage. Das Resort liegt zwischen zwei Buchten, wobei der „North Beach“ Urlaubsträume wahr werden ließ. Ein tropischer Bilderbuchstrand ideal zum Schwimmen und Schnorcheln, bequeme Polsterliegen, windgeschützt, zwei Bars bzw. Restaurants in der Nähe und ein Bootshaus. Kurzum: Badevergnügen in Vollendung. Dementsprechend gut besucht war der Strand und es ging lebhafter zu als in den einsamen Buchten  Praslins. Insgeheim waren wir froh, dass das Ephelia nicht ausgebucht war. Bemerkenswert auch die ausgezeichnete Frische-Küche des Hotels. Meterlange Schlemmerbuffets, die unermüdlich nachgefüllt wurden und süße Berge köstlicher Schnittchen und Törtchen stellten einen gezielten Angriff auf unsere Bikinifigur dar. Ernüchtert wurden wir erst wieder beim Anblick der Getränkerechnung, da ich am ersten Abend etwas unbedacht eine Flasche Pellegrino bestellt hatte, die umgerechnet fast neun Euro kostete. Wer exzellent und etwas abseits der Masse speisen wollte, konnte eines der vier Restaurants aufsuchen.Wir verbrachten zwei Abende im „Adam und Eve“, wo uns ein herausragendes Drei-Gang-Menü à la carte serviert wurde. Die weiten Gehwege innerhalb der Hotelanlage waren kein Problem, da ständig Elektro-Buggies unterwegs waren, die uns fast lautlos überallhin brachten. Eines Vormittags beschlossen wir, unser behütetes Resort zu verlassen und mit dem klapprigen Linienbus einen Ausflug nach Victoria zu wagen. (Taxifahrer hatten sich als moderne Freibeuter der Inseln herausgestellt.) Die kurvige Berg-und Talfahrt bescherte uns einen herrlichen Panoramablick und ließ uns vergessen, dass der Bus oft dicht am Abgrund (ohne Leitplanken) die Straße entlang schepperte. Victoria selbst bot nur wenig Sehenswertes. Auch zum Einkaufen von Souveniers ging man besser in die Hotelshops oder in die Geschäfte der beliebten Ausflugsziele. Eine Begebenheit möchte ich noch gerne erwähnen: Eines Abends saßen wir beim Essen in der Nähe des Buffets, als plötzlich eine ca. 40 cm große Krabbe mit Scheren über den Fußboden marschierte. Wir hatten noch nie eine Krabbe in ein Restaurant gehen sehen. Es amüsierte uns, gleichzeitig waren wir erleichtert, als das Personal den ungebetenen Gast wieder ins Grüne beförderte. Da im Urlaub das Wetter eine wichtige Rolle spielt, sei festgehalten, dass es auf Mahé durchgehend blauen Himmel und wenig Wind gab, während es auf Praslin abends oder nachts kurz regnete und es häufig windig war. Am Ende unserer Reise angelangt, möchten wir noch einmal zum Ausdruck bringen, dass sowohl die Hotelempfehlung als auch die Organisation vor Ort sehr gelungen war. Wir möchten uns dafür bei Ihnen, liebe Frau Schumacher, herzlich bedanken und sagen:“ Es war einfach wunderbar“.

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